Warum ich Instagram Stories (noch) nicht mag

Warum sollte man Instagram Stories nicht mögen, wenn man Snapchat mag?

Eine berechtigte Frage auf die ich sehr lange keine Antwort hatte. Nun habe ich eine, die aber sehr individualistisch ist.

Snapchat Filter Instagram StoriesBekanntermaßen liebe ich Snapchat und plappere jeden Blödsinn dort in die Kamera. IMMER mit dem Schminkefilter ohne den nichts mehr geht. Aber gerne auch mal mit einem anderen. Und wenn Drag Queen Filter da sind, lasse ich mich auch mal zu einer spontanen Rocky Horror Picture Show Einlage motivieren.

Dann kamen die Instagram Stories, die ja nicht wirklich etwas anderes sind als Snapchat. Zusätzlich dazu habe ich ab Minute 1 unglaublich viele Fans, die sich die Stories anschauen. Denn auf Facebook habe ich schon eine Fanbase. Da sind meine 1700 Fans von denen der Großteil nie mit Snapchat warm geworden ist.

Meine Fans sind schließlich wie ich nicht in der Zielgruppe der 20 Jährigen oder noch jünger zu finden.

Trotzdem habe ich erst 5 Mal wahllos eine Story auf Instagram angeschaut. Selber habe ich erst 2 Mal was gepostet und bin dann vollkommen erstaunt, wenn sich das 200 Leute anschauen.

Was stört mich? (abgesehen vom fehlenden Schminkefilter?)

Mein Instagram ist eine Durchmischung von der Privatperson Karin und dem Berufsaccount Bonngehtessen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf dem beruflichen Aspekt. Ich habe also für Instagram einen Redaktionsplan und Schwerpunkte zu verschiedenen Jahreszeiten und biete den Account auch für Werbezwecke für Restaurants und Hotels an.

Snapchat nutze ich mit dem Schwerpunkt der Privatperson, die aber in der Eigenschaft der Herausgeberin von Bonngehtessen unterwegs ist. Da sind wesentlich mehr Selfies etc. zu sehen.

Diese Verschiebung der Schwerpunkte macht es mir schwer und ich muss für mich eine neue Linie finden. Will ich auf Snapchat nun den Fokus gen Beruf verschieben? Will ich auf Instagram 2 Dinge darstellen? Im Fotostream den Schwerpunkt Bonngehtessen und in den Stories

Zeit. Es fehlt die Zeit

 

Ich folge 580 Menschen auf Instagram. Fotos scrollt man schnell durch. Aber mir von 580 Leuten Stories anschauen, geht nicht. Es geht nicht schnell zwischendurch. Es geht nur, wenn ich den Ton hören kann und andere nicht belästigt werden. Ich bräuchte einen zusätzlichen Tag, wenn ich das bewältigen wollte.

Lachende Gruppe spielt mit ihren Handys im Restaurant - Instagram StoriesAuf Snapchat folge ich meinen 20 Leuten die ich wirklich sehen will und für die ich mir spätestens abends noch mal 20 Minuten Zeit nehme. Da ist viel Privates verbunden mit ein paar Anknüpfungspunkten zum Beruf.

Auf Instagram soll ich mir nun die Stories derer anschauen, deren Fotos ich mir anschaue. Das würde ich in 4-5 Fällen bestimmt machen. Aber nicht bei 580 Personen. Hier folge ich vielen Accounts, weil ich schnell beim Durchscrollen sehen will, was es Neues an Foodtrends oder Gastrotrends gibt. Da bleibe ich nicht lange verträumt an einem Bild hängen. Schnelle visuelle Eindrücke zu einem Thema zählen.

 

Glücklicherweise werden die Stories nicht in meinem Fotostream angezeigt. Das wäre für mich ein No Go. Aber ich kann auch oben in der Querleiste nicht schnell zu den 4 springen die ich mich anschauen wollte. Das führt dazu, dass ich mir keinen anschaue.

Zweifel erlaubt

So sitze ich also tagtäglich vor den Instagram Stories und frage mich, was mein Ziel sein wird und wer meine Zielgruppe.

Zweifel müssen auch in dieser schnelllebigen Zeit erlaubt sein. Wahrscheinlich werde ich es nun zögernd nutzen, weil einfach eine irre Reichweite dahinter steht. Währenddessen wird sich Instagram weiter entwickeln und ich werde für mich klarer sehen wohin die Reise geht.

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