Instagram und #foodporn

Jeder Gastronom kennt die Gäste, die ihre Handys zücken sobald das Essen serviert wird und erst einmal fotografieren.

Fotolia_92318297_Subscription_Monthly_M_AusschnittManche geben sich mit einem halb verwackelten Bild zufrieden, manche fangen an die Servietten, Salz- und Pfefferstreuer zu verschieben und die Blumendeko hübsch ins Foto zu integrieren. Die Gastronomen sind mittlerweile geduldig, kennen das.

Aber wie oft, geht ihr als Gastronomen eigentlich ins Gespräch mit den Kunden, die scheinbar dein Restaurant, dein Essen online stellen?

Wisst ihr, wie das Essen online bei Instagram über euch aussieht? Kennt ihr die Kommentare eurer Kunden dazu?

Fast 500 Millionen Nutzer rund um die Welt laden ihre Fotos mit dieser App ins Internet. Dabei sind die Hashtags #food #foodporn ganz weit vorne mit dabei. Ein „Hashtag“ ist ein Wort vor welches man eine # (Raute = engl. hashtag) setzt. Dadurch wird das Wort zu einer Art Schlagwort und kann über die Suchfunktion (meistens symbolisch mit einer Lupe dargestellt), gefunden werden.

Täglich werden aktuell um die 80 Millionen (!) Fotos hochgeladen und wen wundert es, dass Essen so beliebt ist. Essen tun alle. Egal, ob wir eine Nutzerin in Afrika, in Asien, Lateinamerika, USA, Europa oder in der Antarktis sind: wir essen. Manchmal schmeckt es uns ( #yummy ) und manchmal auch nicht.

All das bekommen wir von den Nutzern der Netzwerke mitgeteilt und zwar oft unmittelbar.

2015-05-12 18.11.24

Vorspeise bei 485 Grad in Köln

Als ich das erste Mal in Köln in der 485 Grad Pizzeria war, lud ich noch während des Essens ein Foto hoch und schrieb drunter, dass mich schon die Vorspeise begeistert.

Gefühlt hatte ich das Foto erst seit 1 Sekunde abgeschickt, als ich schon einen Kommentar vom Betreiber drunter hatte „Schön, dass du da bist und es dir schmeckt.“ und er dann auch direkt neben meinem Tisch stand und sich bedankte. So kamen wir ins Gespräch und vor allem, kam er später noch an den Tisch und fragte, wie wir die Pizza fanden und so konnten wir uns austauschen.

Er holte sich direkt Feedback von jemandem (mir), die scheinbar sehr kommunikativ war. Der direkte Kontakt zu seinem Kunden ist da. Wenn man dabei freundlich und ruhig bleibt, dann kommt man oft in ein nettes Gespräch.

Aktiv die Kommunikation über dich und dein Restaurant, Café oder Bar zu steuern und dich nicht steuern zu lassen, halte ich für sehr wichtig und werde noch öfter darauf auch in anderen Artikeln eingehen. 

 

 

 

 

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